5 Wochen „Hausarrest“ und es geht noch weiter…

21.04.2020
Inhalt:

  • Arbeiten mit Kind im Home Office
  • Solidarität zeigen
  • Engagement wertschätzen


5 Wochen "Hausarrest"… klingt erstmal wie eine böse Strafe. Oder aber wie eine neue und bisher nie dagewesene Situation, die es zu meistern gilt.

Die Herausforderung besteht für mich darin, meiner Arbeit gerecht zu werden - seit 5 Wochen im Home Office - und mein Kind zu beschäftigen. Arbeit und Privates verschmilzt. Es gibt keinen 9 - 5 Uhr Job. Eine neue Struktur - ein neuer Tagesablauf muss her. Kreativität ist gefragt. Das Gute dabei ist, dass es den meisten Familien so geht.

Achtung vor dem Nächsten zeigen

Wichtig ist es, sich zu schützen und dafür Sorge zu tragen, dass alle um einen geschützt werden. Dabei zeigt sich deutlich wer Solidarität und Nächstenliebe kennt und wer nicht. Denn beides beinhaltet auch die Achtung vor dem Nächsten und schließt egoistisches Hamstern und Handeln aus. Es gibt gute Beispiele und tolle Initiativen, wenn ich an die Regale im Supermarkt in den letzten Woche denke, sind es noch zu wenige. Bei Corona handelt es sich nicht um eine Durchfallerkrankung und sollte zuhause doch mal das Klopapier leer sein, gibt es auch hierfür Lösungen. Kreativität ist gefragt.

Für niemanden ist die aktuelle Situation einfach. Vielleicht gibt es eine Branche oder ein Unternehmen, dass hiervon profitiert. Ich hoffe jedoch, dass ein Umdenken stattfindet. Denn wer hält Deutschland gerade am Laufen? Das sind die oftmals am schlechtesten bezahlten Leute. Kurios, oder? Wenn es darauf ankommt, hilft kein Titel oder Abschluss.

ÖPNV - die Ader, die verbindet

Ja, ich fahre kein teures Auto oder wohne auf keinem parkähnlichen Anwesen, ich arbeite für den ÖPNV. Die Ader, die verbindet. Oft belächelt und unterschätzt. Doch gerade jetzt sehr wichtig. Nicht jeder kann auf einen PKW ausweichen. Ohne ÖPNV würden viele nicht zu ihrer Arbeitsstelle kommen. Ein Hoch auf unsere Kollegen im Fahrdienst!

Gerade in dieser Zeit zeigt sich, wie solidarisch, sozial und wichtig „mein“ Unternehmen ist. Es ermöglich uns von zuhause zu arbeiten, es trifft Vorkehrungen für Mitarbeiter in den Büros und hält trotz der aufkommenden Unsicherheit die Stadt am Laufen, so lange es irgendwie geht. Dabei ist sicher jedem klar, dass es nicht funktioniert 8 Stunden am Stück zu arbeiten, wenn parallel die Kids zuhause sind. Aber die Flexibilität zu arbeiten, wenn möglich und sich sonst den anderen Aufgaben zu widmen ist sehr viel wert. Das darf über Corona hinaus auch weiter bestehen bleiben. Denn dann ist generell Familie und Beruf leichter zu vereinen.  

Der „Hausarrest“ als Herausforderung, die erstmal Angst macht und für viel Verunsicherung sorgt, kann eine Chance sein. Aber auf jeden Fall eine neue Situation, die wir gemeinsam schaffen. So ist täglich Kreativität gefragt.

Ramona