Direkt zum Hauptinhalt springen

SSB schließen Geschäftsjahr 2025 ab

Das Geschäftsjahr 2025 schließt die SSB AG mit einem Ergebnis von -86,6 Millionen Euro ab. Damit liegt das Ergebnis um 46,5 Millionen unter dem des Vorjahres und ist dennoch um 44,5 Millionen Euro besser als geplant. "Auch wenn das Ergebnis 2025 deutlich besser als geplant ausgefallen ist, zeigt der erhebliche Verlustanstieg bereits die Richtung der nächsten Jahre an. Wir wollen das hohe Qualitäts- und Leistungsniveau der SSB auch in Zukunft sicherstellen und ausbauen, das wird sich auch am Finanzbedarf der SSB in den nächsten Jahren ablesen lassen", erklärt der Kaufmännische Vorstand der SSB Mathias Hüske.

"Es ist unser erklärter Wille, Stadtbahn und Stadtbusverkehr ständig weiterzuentwickeln, aber wir dürfen die Kosten und das Defizit der SSB nicht aus dem Auge verlieren", erklärt der SSB-Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Stuttgarts Dr. Frank Nopper.

Material- und Personalaufwand waren 2025 geringer als geplant. Etwas höher als geplant lag die Einnahmensituation, auf die sich eine Änderung des Verfahrens rund um das D-Ticket und dessen Preiserhöhung ausgewirkt hat. Positive außerordentliche Effekte kamen aus den restlichen Zahlungen aus dem Corona-Rettungsschirm, Betriebskostenerstattungen und Rückstellungsauflösungen. 

179,7 Millionen Euro hat die SSB 2025 an Fördermitteln erhalten. Neben 90 Millionen Euro aus dem D-Ticket waren es 69 Millionen Euro aus Bundes- und Landesförderung sowie acht Millionen Euro von der Landeshauptstadt Stuttgart. 

2025 hat die SSB rund 480 neue Mitarbeitende, vor allem im Fahrdienst, im Hause begrüßt. Mit ungewöhnlichen Aktionen stelle die SSB sich bei potenziellen Wunschkandidat:innen vor: Ein Bus warb mehrfach auf dem Schloßplatz zum schnellen Kennenlernen beim Speed-Vorstellungsgespräch, ein Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm war parallel sehr erfolgreich. 2025 war das Ziel der SSB, vor allem im Fahrdienst den Abschied erfahrener Mitarbeitender in den Ruhestand auszugleichen und zusätzlich zusätzliche Kräfte zu gewinnen. Nach guten Nachwuchskräften hat sich die SSB auf den wichtigsten lokalen Veranstaltungen umgetan und auch eigene Programme verfolgt. 

Am 31. Dezember 2025 waren bei der SSB 3.888 Personen beschäftigt.

Der Aufsichtsrat bestätigte das Ergebnis der SSB für das Jahr 2025 in seiner Sitzung. 

 

Jahresfahrplan 2027, Piloten und Ergänzungsverkehre vorgestellt und verabschiedet

Am 13. Dezember 2026 tritt ein neuer Fahrplan in Kraft. 

Der Aufsichtsrat hat sich mit den geplanten Änderungen bei den Linien U1, U16, U19, 56, 45 und 62 beschäftigt und diese verabschiedet.

Die U1 wird mit dem Fahrplanwechsel in Doppeltraktion mit 80 Meter langen Stadtbahnzügen bedient. Die vorläufige neue Endhaltestelle ist dann die Haltestelle Schwabenlandhalle. Die Haltestelle Fellbach Lutherkirche wird bedient, wenn sie auf die Andienung durch Doppeltraktion ausgebaut wurde. Infolge dieser Neuerung stellen die SSB die Linie U16 zwischen Fallbach und Pfostenwäldle ein, da sie in der aktuellen Form dafür geschaffen wurde, die bestehende U1 zu entlasten. Die Linie U13 wird zu Hauptverkehrszeiten zwischen Hedelfingen und Pfostenwäldle im 7,5 Minuten-Takt fahren. Jede zweite Fahrt führt weiter bis zur Haltestelle Giebel. 

Die Linie U19 wird künftig häufiger fahren, um der durch den Quartiersaufbau steigenden Nachfrage zu entsprechen. Die Betriebszeit der U19 ist auf das Wochenende und die Abendstunden bis Betriebsschluss ausgedehnt worden. 

Für eine verbesserte Verbindung aus der Neckarvorstadt ins Cannstatter Zentrum wird die Linie 56 wieder eine Direktverbindung fahren. In der Fahrtrichtung Bad Cannstatt-Neckarvorstadt kann der Bus die Rampe an der König Karls Brücke nutzen. In der Fahrtrichtung Neckarvorstad-Bad Cannstatt ist dies nicht möglich, weswegen die Line über die Löwentorkreuzung und den Rosensteintunnel ausweicht. Als Direktverbindung kann die Linie 56 auch die Haltestellen Mercedes Benz Welt und Veielbrunnenweg in beiden Richtungen wieder bedienen. In der Hauptverkehrszeit wird zudem jeder zweite Bus der Linie 56 bis zum Wilhelmsplatz nach Bad Cannstatt fahren. Die Verstärkerfahrten der Line 45 für die Linie 56 werden damit entfallen.

Der Fahrplan der Linie 45 wird auf den Fahrplan der Linie U19 abgestimmt. Um das entstehende Quartier Neckarpark besser zu erschließen, wird die Linie 45 künftig über den Martin Schenk-Weg geführt und bedient zwei neue, zusätzliche Haltestellen "Hanna Henning-Straße“ und „Martin Schenk-Weg“. Die Verstärkerfahrten der Line 45 für die Linie 56 werden entfallen.

Auf der Linie 62 wird es von jeder Endhaltetestelle aus eine zusätzliche Frühfahrt geben (6:37 Uhr ab Uhlbach, 6:30 Uhr ab Rohracker), und in der Fahrplanlage im Spätverkehr werden die Abfahrten um eine Minute verschoben, um eine Verbesserung beim Anschluss an die S1 in Obertürkheim zu erwirken. 

Der Pilotbetrieb der Line 59 als "Ortsbus Münster" hat keine positive Bewertung des Angebotes erbracht. Die Linie 59 wird daher zu Ende ihres zweijährigen Versuchs Ende April 2027 eingestellt. 

Anstelle des bisherigen Ortsbus Feuerbach – Weilimdorf bietet die SSB ab Juli 2027 montags bis samstags Fahrten in Feuerbach und Weilimdorf in Kombination mit einem liniengebundenen Ruftaxi an. Das Angebot startet am 1. Juli 2027 und ist als zweieinhalbjähriger Probebetrieb geplant.