Stadtbahnverlängerung U13 Weilimdorf bis S-Hausen/Ditzingen
Streckenverlauf
Im Anschluss an die bestehende Haltestelle „Rastatter Straße“ gleist die U13 in Weilimdorf aus der Bestandsstrecke aus und überquert die B295 mittels einer gebogenen Stadtbahnbrücke in Galeriebauweise. Daran anschließend wird die Trasse in den Einschnitt der B295 abgesenkt und verläuft bis zum neuen Stadtbahnbetriebshof parallel und weitestgehend niveaugleich zur B295. Sie liegt in der heutigen Böschungsfläche der B295, die abgegraben und mit einer Stützwand versehen wird. So kann die neue Strecke in diesem Abschnitt sehr flächen- und landschaftsschonend gebaut werden. Die Stadtbahn unterquert zwei Feldwegbrücken, die aufgrund des Platzbedarfs der Stadtbahntrasse neu gebaut werden müssen, und findet ihren ersten Halt an der neuen Haltestelle „Ditzinger Straße“. Diese liegt direkt vor der Straßenkreuzung Gerlinger Straße / Flachter Straße / B295. Über die vorhandene Fußgängerampel kann von hier aus das Gewerbegebiet Weilimdorf schnell erreicht werden. Ebenso besteht hier die Möglichkeit zum Umstieg auf die Buslinie 90.
Die Trasse quert die Gerlinger Straße im Zuge der vorhandenen Signalanlage und verläuft weiter parallel zur B295. Anschließend wird die bestehende Geh- und Radwegbrücke unterquert, worauf eine zweite neue Haltestelle namens „Weilimdorf Bf“ folgt. Über eine Treppe kann die Brücke über die B295 und im Weiteren das Gewerbegebiet „Weilimdorf“ erreicht werden. Zudem kann hier auf die S-Bahnlinien S6, S60 und S62 umgestiegen werden. Auch ein Park-and-Ride-Platz ist hier vorhanden.
Vor dem neu herzustellenden Betriebshof macht die Strecke einen Bogen nach Süden in Richtung Hausen und passiert das Gelände des Betriebshofs an dessen östlichem Rand. Es folgt ein weiterer Bogen im Trassenverlauf, diesmal nach Westen, mit anschließendem Bahnübergang. Die Trasse liegt nun parallel zum Nordrand des Stuttgarter Stadtteils Hausen, welcher durch die neue Haltestelle mit selbigem Namen angeschlossen wird.
Nach diesem Haltepunkt überquert die Trasse den Herdweg und schwenkt in einem Rechtsbogen in Richtung Scheffzental. Sie durchquert das Tal auf einem Erddamm, welcher mit Gewässerdurchlässen und einem Fledermausschutz ausgebildet wird.
Auf der Westseite des Tals verläuft die Strecke weiter in nordwestlicher Richtung und quert den Hausener Weg mittels eines weiteren Bahnübergangs. Im Anschluss unterquert die Stadtbahn die Autobahn 81 unter der bestehenden, sehr breiten Autobahnbrücke, und fährt in einen Linksbogen um anschließend autobahnparallel am südöstlichen Rand des Ditzinger Gewerbegebiets „Ditzingen Süd“ zu verlaufen. Hier folgt die nächste Haltestelle „Ditzingen Schuckertstraße“, von der aus der nördliche Teil des Gewerbegebiets erreicht werden kann. Zudem gibt es Überlegungen der Stadt Ditzingen, eine Stadtbuslinie bis hierher zu verlängern.
Im weiteren Verlauf überquert die Trasse die Gerlinger Straße mittels einer weiteren Stadtbahnbrücke, an welche die nächste Haltestelle namens „Ditzingen Süd“ anknüpft. Von hier aus kann der mittlere Teil des Gewerbegebiets erreicht werden.
Anschließend fährt die Stadtbahn weiterhin im Korridor zwischen Autobahn und Gewerbegebiet und steuert die Endhaltestelle „Ditzingen Hülben“ an, von der aus der südliche Teil des Gewerbegebiets erreicht werden kann.
Haltestellen und Gleisbauweise
Vier der sechs neuen Haltestellen erhält zwei Seitenbahnsteige, welche auf den Betrieb von 40-Meter-Zügen ausgelegt sind. Eine Ausnahme bilden die Haltestellen „Ditzinger Straße“ und „Weilimdorf Bf.“, die für 80-Meter-Züge ausgelegt sind, da vom Betriebshof ein- und ausrückende 80-Meter-Züge der Linien U6 und U7 an diesen Haltestellen bereits Fahrgäste aufnehmen. Die Haltestelle Weilimdorf Bf. ist als Mittelbahnsteig geplant, da so nur eine Treppe zur Anbindung an die Brücke über die B295 benötigt wird. Die Haltestelle „Ditzingen Hülben“ ist ebenfalls als 80-Meter-Mittelbahnsteig geplant, was der Regelausführung einer Endhaltestelle im Stadtbahnnetz entspricht. Die Bahnsteige aller Haltestellen erhalten Blindenleitlinien sowie Einstiegsfelder und sind barrierefrei zugänglich. Alle an den Haltestellen erforderlichen Fußgängerüberwege werden mit Springlichtern und Vibrationssignalgebern ausgestattet.
Die zweigleisige Strecke verläuft über die gesamte Länge hinweg oberirdisch.
Der Oberbau wird größtenteils als feste Fahrbahn ausgestaltet. Wie für oberirdische Neubaustrecken der SSB üblich, wird die feste Fahrbahn (mit Ausnahme der Fahrbahn auf Brückenbauwerken) als Magerwiesengleis ausgeführt. Durch diese extensive Begrünung der Gleise wird ein optisch ansprechender und ökologisch hochwertiger Bahnkörper geschaffen.
Abweichend hiervon werden Weichenbereiche in Schotterbauweise (um die Weichen leichter austauschen zu können) und Gleisüberfahrten in Asphaltbauweise hergestellt. An mehreren Standorten werden Eingleisflächen für Service- & Rettungsfahrzeuge hergerichtet. Hierzu wird bis zur Schienenoberkante eine befahrbare, befestigte Fläche hergestellt.
Kontakt zum Projektteam
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